Trinken Sie bleifrei?


Zwischen 1870 und 1973 wurden beim Bau neuer Trinkwasseranschlüsse oder Hausinstallationen oftmals Bleirohre verwendet. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass Wasser Blei aus den Rohren aufnimmt und damit zu einer gesundheitlichen Gefahr für den Menschen werden kann. Darum wurde ab 1973 der Einsatz von Bleirohren eingestellt. Am 1. Januar 2003 trat eine neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Danach wird der Grenzwert für Blei von derzeit 0,025 mg/l auf 0,010 mg/l zum 1. Dezember 2013 abgesenkt.

Warum tun wir das?

Die KWL ist sich ihrer Verantwortung für die Menschen im Versorgungsgebiet bewusst. Bereits seit 1990 tauschen wir alte marode Anschlussleitungen im öffentlichen Bereich und auf Antrag des Kunden auch Bleileitungen aus. Am 22. März 2006, dem Tag des Wassers, startete die KWL offiziell das Großprojekt "Trinken Sie Bleifrei!" , eine gemeinsame Initiative der Gesundheitsämter und der KWL.

Im Rahmen der Initiative ersetzen wir rund 13.700 alte Bleileitungen durch moderne Leitungen aus Kunststoff. Bisher wurden insgesamt 78.000 Hausanschlüsse untersucht, davon 21.000 durch Vor-Ort-Begehungen, und rund 7.700 Bleirohre ausgetauscht. In Taucha, Schkeuditz und Zwenkau konnte 2007 bereits die KWL-BLEIFREITOUR gefeiert werden. Alle drei Städte sind seitdem bleifrei. Damit geht die KWL den konsequenten Schritt, bis zum Inkrafttreten des verschärften Grenzwertes für Blei im Trinkwasser, sicherzustellen, dass alle Verbraucher mit bleifreiem Trinkwasser versorgt werden.

Das Besondere daran: Obgleich die Hausbesitzer die Verantwortung für ihre Anschlüsse tragen, übernimmt die KWL die Kosten für die Auswechslung des gesamten Hausanschlusses, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dazu gehört unter anderem die Vorgabe des Termins durch die KWL immerhin müssen die Wechsel von rund 13.700 Leitungen so kosteneffizient wie möglich geplant werden. Das Projekt Bleifrei ist eines der wichtigsten Vorhaben der Firmengeschichte. Wir investieren damit nicht nur in die Zukunft Leipzigs. Wir sichern auch Arbeitsplätze und Aufträge für regionale Zulieferer und Baufirmen.

Weitere Informationen, Tipps und Ansprechpartner rund ums Thema Blei finden Sie hier!

Verantwortung der Hauseigentümer

Die Verantwortung liegt neben dem Versorgungsunternehmen für den öffentlichen Teil (bis zur Grundstücksgrenze) auch beim Grundstückseigentümer. Der Grundstückseigentümer ist neben der möglichen Hausinstallation für den Teil des Hausanschlusses verantwortlich, der auf seinem Grundstück liegt. Wenn Sie überprüfen lassen wollen, ob in Ihrem Haus Bleileitungen verlegt wurden, kontaktieren Sie bitte die Hotline 0180 BLEIFREI (0180 25343734, 6 Cent/Anruf).

Wir beraten Sie gern!

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